Paris: Die Angst vor Scharfmachern

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Erst gestern Nacht kam ich aus Paris zurück, denn ich hatte meiner Frau eine Reise dorthin zum Geburtstag geschenkt – sie liebt Paris und es hat sie sehr gefreut. Diese Reise nach Paris habe ich gemeinsam mit ihrer besten Freundin, die Jüdin ist, organisiert und durchgeführt. Nach weniger als 24 Stunden schauen wir Nachrichten und sehen diese menschenverachtenden Anschläge in Paris und denken uns: Es hätte auch uns treffen können.
Zwei Muslime und eine Jüdin.

Und immer wieder denken wir: Es hätte auch uns treffen können – wir haben durch Gottes Gnade überlebt.
Der Terror macht keinen Halt vor Religion, Menschen oder Kindern – er unterscheidet bei seinen Opfern nicht.
Seine Opfer sind willkürlich.
Seine Opfer sind aus unseren Reihen, sind wir.
Wir haben Angst vor diesem gnadenlosen Terror.
Wir sind ein Teil von Deutschland, von Europa.
Wir möchten in Frieden leben.
Wir möchten als Muslime in Frieden in Deutschland leben – in unserem Land, das wir lieben, deren Menschen wir sind und deren Gesellschaft wir mittragen.

Gerade deswegen ist es äußerst pietätlos, ja, gar ekelerregend, wie manche aus unseren eigenen Reihen die menschenverachtenden Anschläge in Paris für ihre eigenen politischen Zwecke missbrauchen:
Das Blut der Opfer des durch nichts zu rechtfertigenden Terrors ist noch nicht einmal getrocknet, und da kommen polemische Scharfmacher, um auf dem Rücken der Toten Politik zu machen.
Jeder macht denjenigen verantwortlich, der seinen ganz eigenen Zielen entsprechend den Hass verdient, den eben die Terroristen in Paris genauso beabsichtigten zu säen. Merkt euch eines: Wenn ihr auf dem Rücken der unschuldigen Opfer der Anschläge, mögen sie für immer in unserer Erinnerung bleiben, Politik macht, dann gebt ihr den Terroristen den Erfolg, den sie niemals hätten, wenn wir zusammenhalten würden. Sie wollen den Hass. Ihr gebt ihnen Hass.

Hass gegen den Islam und die Muslime, die wir ein Teil dieser europäischen und deutschen Gesellschaft sind, die angegriffen worden ist, zu schüren, ist das Ziel dieser Pietätlosen. Der andere findet dafür sogar noch einen größeren Verantwortlichen: Erdogan und die AKP! Oder war es doch die Flüchtlingspolitik unserer aufrichtigen Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, die unzählige Deutsche, mich eingeschlossen, wegen ihrer Persönlichkeit besonders schätzen und die CDU und die anderen sogenannten „Altparteien“, die für diese Anschläge verantwortlich waren?

Ich bin als gläubiger Muslim in diesem Jahr der CDU und der Jungen Union beigetreten, weil ich davon überzeugt bin, dass die Politik der CDU für unser Land das Beste ist, sowohl wirtschaftlich, als auch sozialpolitisch. Ich bin von unseren Werten überzeugt und finde, dass die CDU in vielen Aspekten den muslimischen Werten nahesteht. Werte wie Aufrichtigkeit, die Bedeutung von Familie, und, und, und. Einer dieser Werte ist es, Respekt vor den Opfern eines mörderischen Massenmordes zu haben und sie nicht für die persönlichen politischen Ziele zu instrumentalisieren und das Leid und die Trauer zu missbrauchen.

Lasst uns stattdessen Strategien finden, wie wir uns gegen den Terror schützen können, der uns alle bedroht.
Lasst uns Strategien finden, wie wir diesen Terror verhindern können.
Lasst uns gemeinsam Strategien der Sicherheit finden – wie können wir unsere Gesellschaft vor dieser willkürlichen Mordlust schützen?
Lasst uns einheitlich den Terroristen zeigen:
Wir sind eine Gemeinschaft;
Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren;
Wir lassen uns unsere Freiheit nicht rauben;
Wir lassen uns nicht in die Enge drängen;
Wir lassen es nicht zu, dass ihr den Hass zwischen uns säet;
Wir halten zusammen, egal was kommt!
Den Opfern in Paris gilt unser Mitgefühl, das sich eben darin zeigt, dass wir uns geschlossen gegen die Terroristen stellen!

As-Salamu aleykum, der Friede sei mit euch!
Euer Hasan.