Frei,  Religion

Kompass zum Ende der Zeit

In einer kleinen Handelsstadt wurde er geboren,
Sehnsüchtigtst wartete die Menschheit auf ihn,
Liebe zu ihm ist der Grund der Schöpfung,
Alle Propheten bereiteten die Welt auf sein Kommen vor,
Muhammad ist sein Name, gesegnet sei er.

Mutig stellte er sich gegen Unterdrückung,
Unbeeindruckt der Folter und Verfolgung,
Hass war machtlos gegen ihn,
Allah genügte ihm als Beistand,
Mehr als dessen Liebe brauchte er nicht,
Mit Barmherzigkeit verkündete er die Botschaft,
Aus Feinden wurde eine Gemeinschaft,
Die unzertrennlich nach Gutem strebt.

Inbrünstig deklarierten sie die Einheit Allahs,
Monströses hatten die Polytheisten erlogen,
Aus Ton Götzen geschaffen und angebeten,
Null und Nichtig war ihre Beigesellung – erhaben ist Gott.

Ihn anzubeten gelingt direkt und unverzüglich,
Herrlich, wer seine unmittelbare Nähe erkennt,
Sanft und gütig wird der Mensch durch Gedenken
An seine unzählbaren Gaben für uns.
Nur so finden die Herzen Ruhe im Sturm des Lebens.

Ansonsten verliert sich das Selbst im Vergänglichen,
Hier und jetzt – man denkt das sei alles.
Mit nichten! Alles was ein Anfang hat, hat auch ein Ende.
Akzeptiert der Mensch den Rat des besten Geschöpfes,
Dann bereitet er sich auf den Tag des Gerichts vor.

Manchmal vergisst er – deshalb hat er einen Lehrer,
Universell ist dessen Botschaft, der Qur’an,
Sicherheit gibt er dem Suchenden – immer,
Tiefgründig die Wahrheit, die er verkündet,
Anwendbar für jeden Reisenden auf der Welt,
Findet der Unkundige denn den Weg ohne einen Führer?
Abermals: Nur durch den Geliebten finden wir Orientierung.

Anders als Könige trachtete der Geliebte nicht nach Reichtum dieser Welt,
Lediglich das Wohlbefinden der Menschheit war ihm Aufgabe,
Liebe zu Allah war sein unerschütterlicher Wegweiser,
Aber sein Opfer war groß, sein Leid immens,
Hat er doch gewusst, welche Schwierigkeiten auf seine Gemeinde zukommen werden.

Beistand leisteten die Besten dem Besten damals,
Rechtschaffene folgten ihrem Vorbild mit Achtung,
Über die Jahrhunderte wich diese der fragmentierten Sehnsucht,
Die Gemeinde wuchs, doch die Zahl der Gottesfreunde nahm ab,
Entschlossenheit war da, dann Furcht und Starre,
Richtig ist, dass Unzählige dem Geliebten allem zum Trotz treu blieben.

Huldigen Menschen Allah, so frohlocket,
An jenem Tag des Gerichts gibt es frohe Kunde,
Muhammad – gesegnet sei er – hat ein Ass im Ärmel:
Das Prophetengebet hat er aufgehoben,
Um seiner Gemeinschaft in der Stunde der Wahrheit beizustehen,
Laute Klagen werden dann verstummen,
In diesem Moment wird klar:
Liebe zum Geliebten rettet selbst den verzweifelten Sünder.
Leere weicht der endlosen Gnade,
Allah waltet an jenem Tag mit Barmherzigkeit,
Heiterkeit ist das Geschenk für den Gläubigen.

Aber war das alles? Nein, es wartet der edelste Preis,
Klarheit im Herzen verleiht der Rausch dieser Gabe,
Im Paradies werden zwar alle Wünsche übertroffen –
Betrachtet der Mensch jedoch seinen Herren –
Alles andere ist augenblicklich vergessen. Der Heitere ist erfüllt.
Hiernach existiert nur noch ewiges Glück.

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